Achtung! Weißt du eigentlich, welche Gefahren es bei der steuerlichen Registrierung in einem anderen Land gibt? Ich erkläre dir in diesem Beitrag, in welche Kostenfalle du besser nicht tappen solltest und wie du optimalerweise vorgehst.

Fokussiere dich auf ein Land

Du musst zunächst einmal für dich klären, in welchem Land du dein Geld verdienen möchtest. Wenn du dir darüber nicht im Klaren bist, musst du unter Umständen eine Menge Geld zahlen. Es gibt Dropshipper, die ihre Ware weltweit verkaufen. Das bedeutet aber auch, dass sie für jedes einzelne Land, in dem sie verkaufen, eine eigene Steuernummer brauchen. Konzentriere dich am Anfang auf ein Land. Das Dropshpping-Modell dürfte bekannt sein, ich fertige dennoch mal eine kleine Skizze dazu an:

Beim Dropshipping agieren immer drei Parteien: der Händler, der Kunde und dazwischen wir als Verkäufer. Der Händler schickt die Ware direkt zum Kunden, der seine Bestellung bei uns aufgibt. Steuern müssen immer in dem Land gezahlt werden, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Dementsprechend müssen wir unsere Steuern beispielsweise in Spanien abführen, wenn der Kunde in Spanien ansässig ist. Dort bist du steuerpflichtig. Einkommensteuerpflichtig bist du aber in dem Land, in dem du wohnst.

Beispiel: Du hast ein Einzelunternehmen, dein Einkommenssteuersatz ist 30 %. Dann zahlst du die 19 % Mehrwertsteuer in dem Land, in dem der Kunde seinen Wohnsitz hat. Und 30 % vom Gewinn führst du an die Bundesrepublik Deutschland ab. Deshalb solltest du dich am Anfang auf einen Markt (ein Land) konzentrieren. Fang immer in Deutschland an und gehe dann am besten zunächst mal auf Länder über, die Ähnlichkeiten mit Deutschland haben.

Wie du dir mit dem weltweiten Versand das Genick brechen kannst

Verschickst du deine Ware hingegen weltweit, machst du dich automatisch auch in den jeweiligen Ländern steuerpflichtig. Damit geht dann auch der entsprechende bürokratische Aufwand einher. Konkret verläuft die steuerliche Registrierung so, dass du in dem jeweiligen Land zunächst einmal deine Steuernummer gegen eine Gebühr i. H. v. ca. 500 € registrieren musst. Dazu kommt dann aber auch noch die Steuervoranmeldung für etwa 100 €. Jetzt weißt du, welche Kosten ein weltweiter Versand mit sich bringt. Bei 27 EU-Staaten kostet dich das allein schon 13.500 € (27 x 500 €), bevor du überhaupt auch nur einen Euro verdient hast.

Eine Zusammenfassung von dem, was du aus diesem Beitrag gelernt haben solltest: Gerade am Anfang ist der Fokus auf einen einzigen Markt von enormer Wichtigkeit. In jedem Land, in dem du verkaufst, machst du dich automatisch steuerpflichtig. Das ist mit bürokratischem Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden. Fang immer in Deutschland an und gehe dann auf EU-Länder über, die Ähnlichkeiten mit Deutschland haben. 

Wenn du mehr über die Kostenfallen steuerlicher Natur erfahren möchtest, dann melde dich gerne unter www.kevinhelfenstein.de. Ich helfe dir bei der Einschätzung und Bewältigung der steuerlichen Hürden. 

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